Tag 4

06.08.2009:

Unser Weg führte uns morgens mal wieder quer über die Insel nach Hinrichsdorf, wo ich ein Schwein fotografieren musste. Silke hatte es am Vortag auf unserer Fahrt nach Gammendorf dort gesichtet, doch als ich die Kamera endlich aus meiner Tasche befreit hatte, war das Schwein leider schon in seinem schicken Häuschen verschwunden. Wieso wir uns so sehr für dieses Schwein interessierten? Weil es ein RIESIGES Schwein war! *lach* Wir nannten es Hinrich.

Nach der Schweinsbesichtigung in Hinrichsdorf sind wir noch ein bisschen durch die Gegend gefahren und schließlich in Burgstaaken gelandet. Dort stellten wir das Auto ab, liefen vor bis zum U-Boot und beobachteten ein wenig das bunte Treiben am Hafen.

U-Boot

Schwäne, Enten, Möwen… Emmy fand das mal wieder sehr interessant und hätte mit ihrer Neugier beinahe den größten Schwan zum Angriff aufgefordert *umfall*

Im Hintergrund die Fehmarnsundbrücke

Und weil uns beim Anblick der Brücke einfiel, dass wir noch nie direkt in Fehmarnsund am Strand waren und auch kein einziges vernünftiges Foto von der Brücke haben, fuhren wir spontan hin. In Fehmarnsund mussten wir erstmal einen Parkplatz finden und das war nicht so leicht, denn scheinbar hatten sich dort sämtliche Badegäste versammelt. Irgendwann wurden wir endlich fündig, parkten Maddin in der prallen Sonne, stiegen über den winzigen Deich und wurden gnadenlos enttäuscht. Der Strand war zwar sandig und schön, doch für unsere Bedürfnisse zu überfüllt und noch dazu sehr schmal. Wenn man also an den Dünen seine Strandmuschel aufstellte, schwappten einem fast schon die Wellen rein. Wir behielten die Hunde an der Leine und latschten einige Meter den Strand entlang. Man fühlte sich so schrecklich beobachtet… Und zu allem Überfluss musste Emmy natürlich vor allen Leuten in den weißen Sand kacken. *umfall* Zum Glück hatte Silke eine Tüte griffbereit. Wir hatten schließlich genug von dem Touristenstrand und liefen nur so weit, dass ich die Fehmarnsundbrücke mit meinem Teleobjektiv drauf bekam (das Weitwinkelobjektiv hatte ich nämlich irgendwo tief in meinem Rucksack versteckt). Was uns aber dennoch sehr gut gefiel, war das Drachenspiel. Sooo große, witzige Drachen – das sah schon toll aus, wie die da im Wind flatterten.

Nach dieser Enttäuschung beschlossen wir, auf die andere Seite der Brücke zu fahren und uns den Leuchtturm Strukkamphuk im gleichnamigen Ort anzuschauen. Am Ziel angekommen waren wir auch erstmal etwas enttäuscht: Viele Parkplätze, viele Menschen, Campingplätze, Surfschulen, sogar ein Einlass mit Schranke – wir hatten eher auf einen Naturstrand gehofft, an dem man die Hunde ableinen konnte. Wir liefen dennoch bis nach vorne zu der Schranke und sahen links schon den kleinen Leuchtturm. Doch die ganzen Leute liefen nach rechts und so hatten wir doch noch Hoffnung, ein nettes Plätzchen für uns und die Hunde zu finden. Den Strand konnte man von unserem erhöhten Standpunkt aus nicht sehen und so liefen wir erstmal bis direkt vor den Leuchtturm.

Leuchtturm Strukkamphuk und die Fehmarn-Flagge

Und von dort aus blickte ich dann runter zum Steinstrand und sah, dass er (bis auf die zwei Personen ganz hinten) menschenleer war. *indieluftspring*

Der Steinstrand

Milo wollte erst gar nicht runter zum Strand kommen – ihm war es irgendwie zu heiß für Action

Doch er konnte sich schließlich auch überwinden und kam runtergefetzt

Emmy hatte währenddessen „ihren“ Stein gefunden. Sie fand den so toll, dass sie andauernd von sich aus draufsprang und die Aussicht genoss.

Ab und zu wurde aber auch der grüne Gummiring aus dem Wasser gerettet, was sich jedoch als nicht ganz einfach rausstellte, denn 1. waren die großen Steine im Wasser suuuuperglitschig und 2. schwamm der dämliche Ring nicht.

Rutschige Angelegenheit

Auf Tauchgang

Milo fand Emmy’s Stein nur okay…

Dann kam es natürlich wie es kommen musste: Ich warf den grünen Gummiring zu weit rein, er ging unter, Emmy konnte ihn nicht mehr sehen und Frauchen durfte ihn selber holen. Das Wasser war nicht tief, von daher kann ich mich darüber nicht beschweren. Aber die Steine im Wasser – die waren Hölle! Etwa honigmelonengroß, überzogen von Algen und so glitschig, als hätte man sich Seife unter die Füße gebunden. Ich ließ meine Gummilatschen an und versuchte immer in die Spalten zwischen zwei Steinen zu treten. Kriechend wäre ich sicherlich schneller vorangekommen. Ich hab für 3m sage und schreibe 5 Minuten gebraucht! Als ich angekommen war, warf ich den dämlichen Gummiring an Land und ruhte mich erstmal auf einem großen Stein aus.

Emmy (ungestellt!) und ich

Zurück an Land wurde dann noch das obligatorische Emmy-Milo-Gruppenbild gemacht

Und während Emmy weiterhin apportierte…

… legte Milo seinen Hintern ins Wasser und döste im Schatten

Auf dem Rückweg zum Auto trafen wir tatsächlich einen echten (sehr moppeligen) Welsh Corgi Pembroke und Silke’s Augen begannen zu leuchten. Dann fuhren wir nach Burg zum goldenen M, futterten uns die Wampe voll und gegen 18 Uhr parkten wir Maddin in Burgtiefe und liefen dort am Yachthafen entlang.

Emmy durfte auch mal wieder posen

Die kreisförmige Yachtanlegestelle von außen betrachtet

Emmy beobachtet zwei Segelboote

Silke und Milo

Da wurde Emmy’s Traum beinahe wahr: Sie dachte, sie hätte eine Möwe erwischt – aber es war nur ein Fake!

Milo fiel auch voll drauf rein und bellte, was das Zeug hielt

Es war ein entspannter und windiger Spaziergang mit tollen Einblicken in die „High Society“ Fehmarns (von alten Männern, die in Badehosen an Deck ihrer Yacht lagen, mal abgesehen). Nach etwa 45 Minuten traten wir den Rückweg an, denn schließlich wollten wir diesmal den Sonnenuntergang in Westerbergen nicht verpassen.

Auf dem Weg dorthin entdeckten wir den winzigen Surfer-Ort Gold und einen Aufstieg zum Deich. Wir beschlossen, den Sonnenuntergang am nächsten Tag dort anzuschauen. Zuerst war aber nochmal Westerbergen dran. In dem kleinen, traumhaft stillen Örtchen im Süden der Insel war es diesmal aber nicht ganz so still, denn eine Horde Kinder plantschte im Wasser. Wir setzten wir uns trotzdem mit den Hunden ans Ufer und genossen den idyllischen Sonnenuntergang…

Emmy beobachtet die badenden Kinder

Milo in der Abendsonne

Ich liebe dieses Bild…

Nach diesem tollen Erlebnis waren wir so gut drauf, dass wir beschlossen, einfach nochmal nach Puttgarden zu fahren, quer über die Insel in den Norden, um dort im Mondlicht über die Mole zu laufen. Auf der Fahrt dorthin hörten wir „Wir werden uns wiedersehen“ von Selig in voller Lautstärke rauf und runter und das passte einfach soooo gut zu der Atmosphäre in dem Moment. Immer wenn ich das Lied höre, krieg ich auch heute noch Gänsehaut, totales Fehmarn-Feeling und seh uns, wie wir in der Abenddämmerung die Straße nach Puttgarden rauffahren…

In Puttgarden haben wir die Hunde im Auto gelassen und sind zu zweit mit Kamera bewaffnet auf die Mole marschiert.

Der „Neue Skandinavienkai“ by night – dort sind wir entlang gelaufen

Das traumhaft schöne Meer… *seufz*

Die Fähre nach Dänemark – dass ich ohne Stativ dieses Bild hingekriegt hab, ist eigentlich ein Wunder

Der Mond schien helle…

Und der ganze Hafen Puttgarden von der Mole aus betrachtet

Es war einfach nur herrlich… um uns herum überall das Meer, der Wind und die Dunkelheit… *schmaaaaacht* Zurück an Land haben wir noch beobachtet, wie die Fähre die Fahrzeuge in ihrem Inneren auf Fehmarn entließ und die neuen, die nach Dänemark wollten, reinfuhren. Und jede Menge Kaninchen gab es auf dem verlassenen Parkplatz des Port Centers – wie gut, dass Milo im Auto geblieben war. Nach diesem genialen Erlebnis auf der Mole holten uns noch was Leckeres beim McD. in Burg und fuhren dann wieder in die Bootshalle nach Sahrensdorf, wo wir uns völlig zufrieden im Maddin schlafen legten.

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