Tag 5

07.08.2009:

Vormittags fuhren wir als erstes nach Burg in den SKY-Markt und kauften uns nochmal eine Ladung Brötchen, Bockwürstchen im Glas und amerikanische Hotdog-Sauce. Zum Glück ist ein Teil des SKY-Markt-Parkplatzes überdacht, so dass wir die Hunde trotz Sonne und Hitze für einige Minuten im Auto lassen konnten. Danach fuhren wir nochmal nach Marienleuchte, um diesmal rechts des Steges den Strand entlang zu laufen. Wir parkten wieder an der großen Hecke, liefen den Weg zwischen den Häusern entlang und setzten uns dort an einen Tisch mit Bänken, wo wir bei herrlichem Meerblick unsere selbstgemachten Hotdogs verspeisten. Die Hunde bekamen natürlich auch was ab – logisch! Dann ging’s runter zum Steinstrand, wo wir diesmal wirklich vollkommen alleine waren. Nur ganz weit hinten am Steg tummelten sich einige Leute. Während sich Silke erneut der Steinsammlerei widmete, warf ich Emmy ihren quietschgelben Water Wubba in die Fluten. Die Wellen waren ihr aber zu stark, so dass sie höchstens ein paar Schritte ins Wasser ging, sich das Spieli aber lieber anspülen ließ. Sie wusste, dass sie nur ein wenig warten muss, bis die Wellen ihr den Wubba wiederbringen – und das tat sie dann auch ganz geduldig. Milo hingegen stand die meiste Zeit nur in der Gegend rum und schnüffelte am Boden. Ihm war es einfach viiieeel zu heiß…

*ostseewasserabschüttel*

Jetzt aber flott… bevor die Welle da ist…

„Tanti, jetzt wiiiirf schon!“

Flatterohr

Nach einiger Zeit beschlossen wir dann, rüber nach Presen zu fahren. Im Grunde hätten wir einfach nur den Strand entlang laufen müssen, aber das war uns in dieser unglaublichen Hitze dann doch zu anstregend. Wir düsten also rüber, parkten Maddin, liefen über den Deich und dann nach rechts den sehr schrägen Weg zwischen Strand und Schafweide entlang. Wir hätten auch auf dem eingezäunten Deich laufen können, doch es waren eindeutig zu viele Schafe da (und somit auch zu viele Schafsköttel für Emmy zum Futtern), so dass wir lieber in Schräglage gemütlich vor uns hin spazierten. Emmy musste sich natürlich mal wieder als Schafschreck aufspielen, weil sie wusste, dass alle Schafe wegrennen, wenn sie nur einmal „Wuff!“ macht und 30cm nach vorne hüpft. Sie fand das irre witzig.

Rückblick – von dort sind wir gekommen

Zu unserer Rechten:

Zu unserer Linken:

In die Richtung sind wir erstmal gelaufen

Wir entschieden uns dann, nochmal kurz an den Strand zu gehen und das Meer und die Wellen zu genießen.

Die Wellen waren wirklich nicht übel…

Eins meiner Lieblingsbilder…

Es war mittlerweile nach 14 Uhr, die Hunde waren platt von der Hitze, wir sowieso, und so beschlossen wir, zurück zum Auto zu laufen und noch etwas durch die Gegend zu fahren. Kurz vor dem Parkplatz entdeckten wir eine Pferdetränke (es gab dort neben der Schafsweide auch eine Pferdekoppel), wo wir Emmy und Milo trinken ließen. Das brachte uns witzigerweise einige Zuschauer – nicht nur die Pferde selbst, sondern auch vorbeilaufende Menschen schauten zu, als die Hunde sich mit den Vorderpfoten auf die Tränke stützten und daraus tranken. Total faszinierend. *kicher*

Das erste Ziel unserer durch-die-Gegend-Fahrerei war ein Souvenirladen in Petersdorf. Dort kaufte ich mir endlich meine lang ersehnte Piratenflagge. Ja, etwas kindisch, aber ich musste sie einfach haben! *lach* Silke kaufte selbstverständlich auch irgendwelchen Schnickschnack ein und dann ging unsere Tour weiter nach Westermarkelsdorf, wo wir den Leuchtturm Markelsdorfer Huk mal aus der Nähe betrachten wollten. Es stellte sich raus, dass man dort direkt am Leuchtturm sehr schön im idyllischen Naturschutzgebiet auf dem Deich spazierengehen kann. Und das taten wir dann auch.

Schwalbenversammlung auf einem Baum am Parkplatz

Im Naturschutzgebiet auf dem Deich – die Schafe waren gerade drauf und Emmy hatte nur eins im Kopf: Schafsköttel!

Igitt! Aber wenn’s glücklich macht… (die Kacke war zum Glück durch die Sonne sehr ausgetrocknet)

Ich fand es dort traumhaft schön…

Der Markelsdorfer Huk

Im Hintergrund sieht man auch stellenweise das Meer

Dann wollte ich Silke über diesen TÜV-geprüften Steg schicken, aber sie weigerte sich! *kicher*

Zurück am Parkplatz ging der Leuchtturmwächter gerade mit seinem Hund raus. Ein uralter Langhaar-Schäferhund, der kaum noch laufen konnte, bis auf die Knochen abgemagert war und nur noch wenige Zotteln anstatt einem plüschigen Pelz trug. Das tat uns wirklich in der Seele weh… 😦 Bis zum Sonnenuntergang hatten wir noch einige Stunden Zeit und so fuhren wir einfach noch etwas durch die Gegend und landeten schließlich im wunderschönen Flora-Café in Altjellingsdorf. Dort genehmigten wir uns jeweils ein Stück leckere Kirschtorte im Garten. Wir saßen direkt neben einem Teich und Emmy wurde von diesem scheinbar magisch angezogen, denn ich musste sie immer wieder zurück auf ihren Platz zitieren. Im Flora-Café gab es auch jede Menge hauseigene Dekoartikel für Haus und Garten zu kaufen und weil außen alles so schön hergerichtet war, mussten wir uns das Café inkl. Toiletten natürlich auch von innen anschauen. Am allerbesten gefiel uns der Badspiegel, den Silke dann auch gleich mit ihrem Handy fotografiert hat:

Die Zeit verging wie im Fluge und der Sonnenuntergang, welchen wir uns in dem kleinen Surferort Gold anschauen wollten, rückte immer näher. Wir stiegen also wieder in unseren Maddin und düsten los. Doch als wir durch Neujellingsdorf fahren wollten, entdeckten wir eine Weide mit Schottischen Hochlandrindern. Ich musste sie einfach fotografieren, also hielten wir am Straßenrand und stiegen aus. Erst kamen einige große Exemplare an den Zaun gelaufen und dann kam er: Bobbelsche! *schmacht* Er hatte in etwa die Größe von Milo und war das süßeste kleine Wesen überhaupt. Silke und ich planten schon Bobbelsches Entführung, da kam seine Mutter angestapft. Beim Anblick ihrer Hörner änderten wir unsere Pläne recht schnell und schmachteten den roten Zwerg doch lieber nur aus sicherer Entfernung an.

Bobbelsche *seufz*

Bobbelsche und seine Mama

Nach dem kurzen Halt in Neujellingsdorf ging’s dann schließlich weiter nach Gold, wo wir rauf auf den Deich stiegen und bis auf einige Kitesurfer, die viele vergebliche Kitesurfversuche im Wasser starteten, vollkommen alleine waren. Es war herrlich, einfach nur herrlich… Ich machte mit Emmy und Milo ein bisschen Dummytraining, allerdings hatte ich statt einem Dummy nur den ollen grünen Gummiring dabei. Die Hunde apportierten fleißig – ja, sogar Milo! Der wurde dann aber doch etwas übermütig, denn zu guter Letzt biss er den Gummiring kaputt und grinste sich eins. *kopfschüttel* Die Sonne näherte sich dem Horizont immer mehr und so hatte ich dann mal wieder DIE Foto-Idee! Wir standen oben auf dem Deich und hatten auf der einen Seite das Meer und die untergehende Sonne und auf der anderen Seite ein eingezäuntes Naturschutzgebiet – perfekt für Gegenlichtaufnahmen von unten mit dem bloßen Himmel im Hintergrund! Ich stieg also den Deich auf der Seite des Naturschutzgebietes runter, während Silke und die Hunde oben mit der Sonne im Rücken stehenblieben. Und das kam dabei raus:

Mit längerer Belichtungszeit

Mit kürzerer Belichtungszeit

Dann hatte ich ein Problem, denn ich kam den Deich nicht mehr hoch. *lach* Er war an der Stelle auch wirklich nicht zum Abstieg gedacht, denn schließlich begann unten direkt der Zaun zu dem besagten Naturschutzgebiet. Wer außer einem verrückten Fotografen sollte da also schon runterklettern?! Tja, der Deich war hoch und steil und ich stand da wie doof, während Emmy auf ihren vier Füßen mit Leichtigkeit hoch- und runterdüste. Doch Rettung nahte: Silke warf Milo’s 3m-Fettlederleine nach mir aus, ich packte mir den Knoten (war ja eine Leine ohne Handschlaufe) und sie zog mich hoch. Oh Mann, muss das blöd ausgesehen haben. *sichanstirnklatscht*

Als ich wieder den Überblick hatte, entdeckten wir zwei Rehe und waren froh, dass Milo durch Leine und Zaun daran gehindert wurde, seiner Jagdleidenschaft nachzugehen.

An Portraits in der untergehenden Abendsonne versuchte ich mich natürlich auch, doch Emmy wollte nicht so recht mitspielen.

Windig war’s…

… aber nicht windig genug für die Kitesurfer!

Links der Flügger Leuchtturm

Kurz vor 22 Uhr war die Sonne dann endgültig weg und wir machten uns auf den Weg zurück zum Auto und schließlich zurück in unsere Bootshalle.

Eine Antwort zu Tag 5

  1. Silke schreibt:

    *soifz*

    Fehmarn – I´m lovin´ it!!!

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